BUNQ Konto

Das Smartphone-Konto der niederländischen bunq auf dem Prüfstand: was dieses bietet und für wen es sich eignet

Eine gänzliche Alternative zu den bisherigen Girokonten mit Bankomatkarte bietet die niederländische bunq mit ihrem Smartphone-Konto, welches sich reinweg auf SEPA-Überweisungen spezialisiert. So bietet das IT-System, welches in den Niederlanden jedoch als Bank registriert ist, bereits seit dem Jahre 2015 nun auch in Österreich und weiteren EU-Staaten die Möglichkeit, potentiellen Kunden ihr neues Girokonto-Angebot zu unterbreiten. Den Entwicklern war es dabei wichtig, ein Konto-Format zu entwickeln, welches sprichwörtlich „in die Hosentasche passt“. Gelungen ist ihnen dabei eine App, von welcher aus diverse Zahlungsleistungen im Rahmen eines ganz normalen Girokontos ausgeführt werden können. Schon allein die Kontoöffnung ist hier binnen weniger Minuten abgeschlossen – und das einzig und allein mit dem Smartphone. Bunq ist es zunächst wichtig, die Tagesabläufe ihrer Nutzer entspannter und vor allem smarter zu gestallten. Das Banking an sich soll so zu einem alltäglichen Erlebnis werden wie die Nutzung etwaiger Kurznachrichtendienste wie z.B. Whatsapp usw. Durch das Vorhandensein zahlreiche Zusatzfunktionen wie z.B. die Einrichtung vieler Unterkonten kann bunq seinen Nutzern entsprechend dazu verhelfen, einen Überblick über unterschiedliche Einnahmequellen und auch Ausgaben zu wahren. In den Niederlanden wie auch im Übrigen Europa wird das Konto der bunq für viele Nutzer immer interessanter – Grund genug, sich einmal innerhalb eines kurzen Artikels mit dem Angebot und den Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem bung-Kont für potentielle Kunden in Österreich zu beschäftigen.

Wichtigste Fakten zum BUNQ Girokonto:

  • Free oder Premium Option (um 7,99 Euro im Monat)
  • Kein Mindesteingang, kein Mindestsaldo
  • gratis Kontoführung
  • gratis Online & Smartphone Banking
  • Niederländische IBAN
  • keine Filiale – keine Bareinzahlungsmöglichkeit
  • Bankomat- und Kreditkarten nur im Premium Konto erhältlich
  • Dauer Kontoeröffnung: ca. 10 Minuten

BUNQ Girokonto

Vorteile:

  • Free oder Premium Option (um 7,99 Euro im Monat)
  • Kein Mindesteingang, kein Mindestsaldo
  • gratis Kontoführung
  • gratis Online & Smartphone Banking

Nachteile:

  • Bankomat- und Kreditkarte erst mit Premium Konto
  • Niederländische IBAN

Leistungen und Kosten des Kontos

Inkludierte Leistungen im Free Konto

  • kostenlose Kontoführung inklusive aller Buchungszeilen
  • einfache Gutschrift von Aufladungen des BUNQ Kontos

Inkludierte Leistungen im Premium Konto

  • 2 Mastercards
  • 1  Maestro Karte
  • 25 Bankkonten von BUNQ
  • 10 gratis Geldbehebungen im Euro Raum

Erträge:

Habenzinsen Girokonto:0,00 %
Habenzinsen Kreditkarte:
Bonus:

Kosten:

Sollzinsen:keine Überziehung möglich
Überziehungszinsen:keine Überziehung möglich
Kontoführungsgebühr:0,00 Euro Free Konto

7,99 Euro/Monat Premium Konto

Gebühr für Bankomatkarte:1,00 Euro / Monat im Free Konto
0,00 Euro im Premium Konto (1 Maestro Karte inkludiert)
Gebühr für Kreditkarte:keine möglich im Free Konto

2 Mastercard Debit Karte im Premium Konto enthalten

Bargeldbehebung Bankomatkarte:10 kostenlose Behebungen pro Monat (danach 0,99 Euro pro Behebung) im Euro Raum, außerhalb 1,5 % vom Betrag
Unbare Bezahlung Bankomatkarte:kostenlos im Euro Raum, außerhalb 1,5 % vom Betrag
Bargeldbehebung Kreditkarte:10 kostenlose Behebungen pro Monat (danach 0,99 Euro pro Behebung) im Euro Raum, außerhalb 1,5 % vom Betrag
Unbare Bezahlung Kreditkarte:kostenlos im Euro Raum, außerhalb 1,5 % vom Betrag

Grundsätzlich ist die Nutzung des bunq-Kontos für alle Kunden kostenlos. Da der Anbieter über keinerlei eigentliche Webseite für Online-Banking-Geschäfte verfügt, werden Überweisungen hier reinweg über die dazugehörige Konto-App von bunq abgewickelt. Mit dieser können – wie bereits angedeutet – bis zu zehn kostenlose Unterkonten eingerichtet werden. Diese können gemäß den jeweiligen Einnahmen wie z.B. Mietkonto oder Gehaltskonto sowie auch entsprechend der etwaigen Ausgaben wie z.B. Strom oder Gas benannt werden. Diese können via App genauso so schnell wieder geschlossen, wie auch diese vom Nutzer ins Leben gerufen werden können. Bunq versorgt den Nutzer bei der Eröffnung von Unterkonten recht schnell mit den dazugehörigen, niederländischen IBAN-Nummern, um diese für das SEPA-Verfahren nutzbar zu machen. Zahlungen zwischen bunq-Kunden sind, anders als die SEPA-Überweisungen, unkomplizierterer Natur. Zum einen werden diese in Echtzeit gebucht, zum anderen sind diese gemäß P2P-Anwendung auch über entsprechend registrierte Telefonnummern oder E-Mail-Adressen möglich. Auch lassen sich – da es sich ja um ein europaweites App-Konto handelt – auch Fremdwährungen auf das Konto von bunq überweisen. Des Weiteren sind auch SEPA-Lastschriften wie im üblichen Rahmen eines Girokontos möglich – diese werden bei der Beantragung zunächst als „request“ betitelt, werden diese nicht innerhalb von maximal fünf Tagen vom Nutzer bestätigt, lehnt bunq diese automatisch ab. Um das bunq-Konto auch für Geldgeschäfte außerhalb der Plattform fit zu machen, wird dem Nutzer die so genannte Mastro-Karte geboten, welcher einer einmaligen Gebühr in Höhe von 9 Euro unterliegt und welche eine Gültigkeit von bis zu 4 Jahren aufweist. Mit dieser sind Geldabhebungen im gesamten SEPA-Raum gegen eine Gebühr in Höhe von 0,80 Euro möglich – bei Abhebung von Fremdwährungen mit der Mastro-Karte berechnet bunq eine Gebühr in Höhe von 1,20 Prozent des abzuhebenden Betrags. Abgehoben werden können nur Beträge, die auch tatsächlich auf dem Konto vorhanden sind. Das spielt vor allem deswegen eine Rolle, da bunq für jede Transaktionsabfrage mit der Mastro-Karte eine zusätzliche Transaktionsgebühr in Höhe von 0,04 Euro verlangt – auch dann, wenn diese wegen mangelnder Kontodeckung oder falsch eingegebener PIN fehlschlagen sollte. Diese wie auch alle übrigen Gebühren werden im Monatsrhythmus vom jeweiligen Kontonutzer berechnet.

Bankomatkarte & Kreditkarte

Bankomatkarte:Maestro Bankomatkarte um 1 Euro pro Monat
oder mit Bunq Premium um 7,99 Euro im Monat
Kreditkarte:nur mit Bunq Premium um 7,99 Euro im Monat gibt es 2 Mastercards

Geboten wird dem Nutzer eine Mastro-Karte, mit welcher dieser an allen standardisierten ATM- und PIN-Terminals entsprechende Bezahlungen durchführen kann. Auf diese Karte kann der jeweilige Inhaber als kleines Goodie seinen Inhabername oder einen personalisierten Text aufdrucken und kann diese damit individualisieren lassen. Direkte Bankomat-Karten offeriert bunq in diesem Zusammenhang nicht – ersetzt wird diese Funktion jedoch durch die Mastrokarte, mit welcher Geldabhebungen an allen Mastro-Terminals möglich sind. Ebenso gibt es zum bunq-Konto bislang auch noch keine Kreditkarte, da bunq ohnehin keinerlei Kreditrahmen gewährt und nur mit jenem Geld gearbeitet werden kann, welches sich auch auf dem etwaigen Konto befindet.

Service & Kontakt zu BUNQ

Die App bietet einen schnellen und unkomplizierten Support via Chat oder E-Mail. Die Beratung geschieht kompetent über die Webseite von bunq können sich auch Nichtkunden über den Anbieter informieren. Je nach verwendeten Smartphone geschieht die Identifizierung bei Anfrage des Supports entweder über den biometrischen Handscan, welcher auch als Zugang zum Konto dienen kann oder auch über einen selbsteingestellten PIN-Code.

bunq B.V.

Naritaweg 131-133,

1043 BS in Amsterdam

Niederlande
support@bunq.com
www.bunq.at

Eröffnung BUNQ Girokontos

Um ein Konto beim niederländischen Anbieter bunq zu eröffnen, können sich potentielle Neukunden der Möglichkeit des Video-Chats oder des Dienstes IDnow bedienen – beides ist in Deutsch oder Englisch verfügbar. Um sich nun ein Konto bei bunq eröffnen zu können, muss ein entsprechender Wohnsitznachweis durchgeführt werden. Dieser kann z.B. durch das Einsenden von Miet- oder Rechnungsnachweisen auch In-App realisiert werden. Sind die geforderten Unterlagen zu bunq hochgeladen, erhält der jeweilige Neukunde dann auch sofort die ihm zugeteilte IBAN für sein neues Konto bei der bunq und kann dies direkt nutzen. Nicht nur Kunden in Österreich ist dies möglich, sondern können auch EU-Auslandskonten problemlos ein Konto bei der niederländischen bunq eröffnen.

  • Österreicher (bzw. EU-Bürger)
  • Österreichischer amtliche Lichtbildausweis

Dauer der Kontoeröffnung: Der Kontoeröffnungsprozess ist quasi in Echtzeit durchgeführt und man hat Zugang zu seiner niederländischen IBAN. Alles funktioniert online inklusive Legitimation.

Kontowechselservice von BUNQ

Da es sich um ein reines App-Konto mit Möglichkeit des SEPA-Lastschriftverfahrens handelt, bietet die Bank keinerlei Kontowechselservice an. Entsprechende SEPA-Lastschriftmandate müssen vom jeweiligen Nutzer neu eingestellt werden, nachdem sich dieser die Kontoführungs-App heruntergeladen hat.

BUNQ Girokonto – Bilder & Videos

Sie sehen hier ein kurzes Video über die BUNQ Bankomatkarte, die wenige Tage nach der Bestellung ankommt

Und hier die BUNQ Bankomatkarte – sieht wirklich gut aus!

Die Maestro Bankomatkarte von BUNQ sieht sehr gut aus und fühlt sich sehr hochwertig an. Sie kostet im Monat für das gratis Konto 1 Euro, also 12 Euro im Jahr. Besonders ist, dass man eine Extra-Zeile anfügen kann bei der Erstellung der Karte, so kommt eben die Zeile „Bunq ist super ;-)“ auf die Bankomatkarte. Die BUNQ Karte hat auch NFC und die Steckrichtung der Karte ist mit einem kleinen Pfiel am Ende der Karte markiert. Praktisch, nicht?

Über BUNQ

Bunq bezeichnet sich selbst als „mobile-only“-Bank und besitzt eine niederländische Lizenz, welche jedoch in ganz Europa und damit auch in Österreich anerkannt ist – damit gilt die Bank auch in Österreich als legitimiertes Kreditinstitut. Nutzbar ist das Angebot im Bereich der Girokonto-App von bunq nebst für Privatkunden auch für Geschäftskunden, da es möglich ist, mehrere Unterkonten zu verwalten und das Konto auch das SEPA-Lastschriftverfahren ermöglicht. Bunq selbst existiert erst seit November 2015 – der Gründer Ali Niknam gründet davor das niederländische IT-Unternehmen TransIP. Seit 2015 ist der Mitarbeiterstamm von bunq auf beachtliche 72 Mitarbeiter gewachsen. Der Großteil der Kontonutzer von bunq ist aktuell zwischen 25 und 40 Jahren.

Fazit zu BUNQ

Das App-Konto von bunq eignet sich vor allem für jene Nutzer, die gern mobiles und unkompliziertes Banking via Smartphone realisieren wollen und sich dabei eines einzigen Geräts bedienen möchten. Des Weiteren ist das Konto ebenso ideal dafür geeignet, um dieses für individuelle Shopping unterwegs zu nutzen. Denn dank der mitgelieferten Maestro-Karte können Kunden diese in ganz Österreich für den Einkauf in Ladengeschäften oder zum Abheben von Bargeld nutzen, ohne das hierfür große Kosten außer der genannten Gebühr in Höhe von 0,80 Euro anfallen, egal bei welchem Bankeninstitut abgehoben wird. Das ist vor allem für all jene Nutzer praktisch, die viel unterwegs sind und deshalb oftmals bei Fremdkreditinstituten Bargeld beziehen müssten. Aber auch für die Reise ins Ausland ist der bunq-Nutzer bestens gewappnet – so kosten Bargeldverfügungen selbst außerhalb des Euro-Währungsgebiets nur kleines Geld. Ein weiterer, interessanter Aspekt, den bunq seinen Nutzern bietet, ist die Möglichkeit der zahlreichen Unterkonten, die bunq auch zur Verwaltung des täglichen Geldverkehrs bestehend aus Rechnungen, Einkommen, Sparplänen und Schuldentilgungen fit macht. Alles in allem handelt es sich bei bunq also um ein kompaktes und flexibles Konto für unterwegs.

Alternativen zu BUNQ

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News zu BUNQ

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Alle Angaben ohne Gewähr, Stand Oktober 2017

 

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