Kundenkarte

Ganz allgemein formuliert ist die Kundenkarte eine personenbezogene Plastikkarte im Scheckkartenformat. Sie enthält, entweder aufgedruckt oder gespeichert, auf den Karteninhaber bezogene persönliche, oftmals auch vertrauliche Daten. Bei Banken und Sparkassen hat die Kundenkarte, die BankCard eine Mehrfachfunktion für den Zahlungsverkehr.

Sie steht in einem direkten Zusammenhang mit dem Girokonto und ist die Grundlage zur Abwicklung des laufenden Zahlungsverkehrs mit den regelmäßigen Einnahmen sowie Ausgaben. Das geschieht heutzutage in den meisten Fällen per Onlinebanking. Dabei wird eine Internetverbindung zwischen dem Rechner des Kontoinhabers und dem des kontoführenden Kreditinstitutes hergestellt. Diese Verbindung führt direkt weiter zu dem eigenen, kundenbezogenen Girokonto. Zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs außerhalb beziehungsweise jenseits des Girokontos ist eine Kundenkarte notwendig. Sie gehört unmittelbar zum Girokonto und wird je nach Kreditinstitut kostenlos, das heißt ohne einmalige Ausgabegebühr zur Verfügung gestellt.

In Österreich wird die Kundenkarte als BankCard bezeichnet; sie erfüllt mehrere Funktionen. Mit ihr kann bargeldlos gezahlt werden, vergleichbar mit der Kreditkarte. Am Geldautomaten des die BankCard ausgebenden Kreditinstitutes sowie bei den Vertragspartnern kann mit der Kundenkarte Bargeld abgehoben werden. Abhängig von der vertraglichen Grundlage ist die Kundenkarte mit einer Geldladefunktion versehen. Letztendlich wird sie am Terminal im Servicecenter des Kreditinstitutes benötigt, um dort die Originalkontoauszüge auszudrucken. Wer anstelle von Onlinebanking den Serviceterminal zur Abwicklung seines Zahlungsverkehrs nutzt, der verwendet dafür seine Kundenkarte. Sie wird auch dazu benötigt, um am Geldautomaten Bargeld auf das eigene Girokonto einzuzahlen. Abhängig davon, welche Bankdienstleistungen mit dem Kontoinhaber vereinbart sind, kann die Kundenkarte dementsprechend umfangreich, sprich komfortabel ausgestattet sein.

Zu jeder Kundenkarte gehört die personenbezogene PIN, die Personal Identification Number. Karte und PIN sind ein Junktim. Beides ist nur zusammen nutzbar, eins nützt nichts ohne das andere. Sowohl bei der Bargeldverfügung am Geldautomaten als auch beim bargeldlosen Bezahlen mit der Kundenkarte muss die PIN eingetippt beziehungsweise eingegeben werden. Erst danach wird der Ein-/Auszahlungsvorgang vollzogen und abgeschlossen. Grundsätzlich gilt, dass jeder, der über Kundenkarte und PIN verfügt, einen direkten Zugriff auf das Girokonto hat. Aus diesem Grunde ist es unabdingbar notwendig, beides getrennt mit sich zu führen. Beim Verlust von Karte oder PIN muss sofort die Sperrung des Kontos veranlasst werden. Damit ist keine Kontoverfügung mehr möglich. Abhängig von den Geschäftsbedingungen des einzelnen Kreditinstitutes ist die Haftung des Karteninhabers beim zwischenzeitlichen Kartenmissbrauch auf einen Mindestbetrag begrenzt. Hier sollte das Kleingedruckte gelesen und beim Girokontovergleich berücksichtigt werden. Anschließend werden dem Kontoinhaber neue BankCard und PIN ausgestellt. Das Girokonto muss freigeschaltet werden, bevor der Zahlungsverkehr so wie bisher wieder möglich ist.

Die Kundenkarte wird auf Antrag hin auch als Partnerkarte, als sogenannte Zweitkarte bereitgestellt. Der Kontoinhaber ist verfügungs-, der Zweitkarteninhaber zeichnungsberechtigt. Beide können mit ihrer jeweils eigenen Kundenkarte am Zahlungsverkehr teilnehmen. Auch dann, wenn die Kundenkarte für den Kontoinhaber kostenlos bereitgestellt wird, ist die Ausstellung der Partnerkarte üblicherweise kostenpflichtig.

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