Pensionskonto

Vom Pensionskonto kann weder Geld abgehoben, noch wie bei einem Girokonto eingezahlt werden. Menschen, die nach 1955 geboren sind und bis zum 31.12.2004 mindestens einen Versicherungsmonat für Pensionsansprüche erworben haben, erhalten auf das Pensionskonto alle Beiträge zur Pensionsversicherung. Sie werden auf dem Pensionskonto als Gutschrift gesammelt. Beim Bund gilt das Pensionskonto ab dem Jahrgang 1976.

Das Pensionskonto wurde am ersten Jänner 2014 eingeführt. Mit den angesammelten Gutschriften auf dem Pensionskonto wird die spätere Pension berechnet. Jeder mit Pensionsansprüchen kann das virtuelle Konto einsehen. Pensionsansprüche entstehen durch eine Ausbildung oder Arbeit innerhalb von Österreich. Arbeitsverhältnisse im Ausland fließen nicht ein.

Vorteile
Die Höhe des Pensionsanspruches wird mit dem Pensionskonto transparenter und kann besser nachvollzogen werden.

Funktionsweise
Wer schon vor 2005 Versicherungszeiten erworben hat, erhielt im letzten Jahr mit der Post eine Mitteilung über die Höhe der Erstgutschrift. In ihr sind alle Pensionszeiten bis zum 31.12. 2013 berücksichtigt. Für alle die nach 2005 Zeiten erworben haben, sind die jährlichen Teilgutschriften bereits bis zum 31.12.2013 gespeichert. Jedes Jahr kommt eine neue Teilgutschrift dazu. Die Teilgutschriften errechnen sich aus den Beitragssätzen. Sie werden jährlich der Lohnentwicklung und der Teuerungsrate angepasst.

Auszahlung
Die Summe aller Gutschriften wird zum Pensionseintritt zusammengezählt. Aus der Gesamtgutschrift errechnet sich die Bruttopension. Sie wird 14 Mal im Jahr ausgezahlt. Eine einmalige Auszahlung des Gesamtbetrages ist nicht möglich. Wer eher in Pension geht, der muss mit Abschlägen rechnen. Wer später in Pension geht erhält einen Bonus. Die Pension fällt damit höher aus.

Berechnung der Pensionssumme
Die Beitragsgrundlagen aus den Teilgutschriften werden mit 1,78 multipliziert. Das ist der derzeit gültige Kontosatz. Jedes Jahr kommen 1,78 Prozent der gesammelten Beitragsgrundlagen dazu.

Lücken im Pensionsanspruch
Alle relevanten Zeiten für das Pensionskonto werden von Schulen, Ausbildern und Arbeitgebern automatisch gemeldet. Sind Zeiten wie der Zivildienst oder die Kindererziehung nicht erfasst, können die Zeiten beim Versicherungsträger nachgemeldet werden. Erst wenn die Pensionsversicherungsanstalt mittels Formular informiert ist, werden die Fehlzeiten nachgetragen. Damit wird ausgeschlossen, dass die Pension zu niedrig berechnet wird. Das dazu nötige Formular heißt „Formular zur Errechnung der Kontogutschrift“.

Einsicht in das Pensionskonto
Die Pensionsversicherungsanstalt ist der Ansprechpartner für die Einsichtnahme ins Pensionskonto.

Vor 1955 Geborene
Wer vor dem 01.01.1955 geboren ist benötigt keine Pensionskonto. Die Pensionsansprüche werden wie bisher berechnet. Auch Beamte benötigen kein Pensionskonto.