Und-Konto

Ein Gemeinschaftskonto, bei dem zwei oder mehr Verfügungsberechtigte entscheiden und die Entscheidungen über sämtliche Transaktionen, wie Überweisungen, gemeinsam getroffen werden müssen, damit eine Transaktion durchgeführt wird, wird als Und-Konto bezeichnet. Jeder Verfügungsberechtigte ist hier gezwungen sich um das Konto zu kümmern, was zu einem hohen Maß an Kontrolle führt.

Bei Gemeinschaftskonten wird zwischen Und- und Oder-Konten unterschieden. Und-Konten, wie beispielsweise Firmenkonten, werden zusammen von mehreren geführt. Alle Transaktionen, wie Überweisung, Rückbuchung, Kreditaufnahme oder Anlage von Daueraufträgen müssen von den Verfügungsberechtigten gemeinsam genehmigt werden. Bei Oder-Konten kann ein Verfügungsberechtigter alleine entscheiden. Vorteil dieser Art von Gemeinschaftskonto ist die stetige Kontrolle durch alle Verfügungsberechtigten. Jede Bewegung ist im Blickfeld jedes Verfügungsberechtigten. Dies macht das Konto allerdings auch sehr zeitintensiv und schwerfällig. Je größer der Kreis der Verfügungsberechtigten ist, desto länger dauert es eine Transaktion auszuführen.

Allerdings ist diese Art von Konto für die Beteiligten sicherer, wie Oder-Konten, da Transaktionen von allen Verfügungsberechtigten genehmigt werden müssen. Eine Pfändung bei Überschuldung eines Verfügungsberechtigten ist bei dieser Art Konto ebenfalls nicht möglich, da Und-Konten eine gesamtschuldnerische Haftung nicht vorsehen.
Im Todesfall eines Verfügungsberechtigten dreht sich dieser Vorteil zu einem Nachteil. Den restlichen Verfügungsberechtigten muss erst ein Erbschein vorliegen, damit sie wieder Zugriff auf die Einlagen erhalten.