DKB ändert seine Konditionen: Gratis Konto weiterhin, aber …

Die DKB wird die Konditionen für sein gratis Konto „DKB Cash“ ändern. Keine Überraschung und doch auch wieder eine Überraschung. Die DKB ist eine deutsche Bank, welche das Girokonto in Österreich so nebenbei anbietet und sich hauptsächlich auf den deutschen Markt konzentriert. Der deutsche Markt ist im Moment in einer Konsolidierungsphase, denn kostenlose Girokonten werden im Moment abgeändert bzw. gar eingestellt. Der Grund für diesen Schwenk liegt darin, dass die Erlösströme der letzten Jahre dieser gratis Konten mehr und mehr versiegen. Es gibt kaum mehr Zinsen zu erwirtschaften und die Gebühren für die Interchange Fees wurden von der EU stark nach unten dezimiert. Bisher war es so, dass die Bank mit jeder Kartentransaktion mitverdiente und dies auch gut. Durch diese Senkung der Interchange Fees gibt es nun deutlich weniger Erlöse für die Banken. Dazu kommt noch der steigende Konkurrenzdruck.

Auch DKB verändert ihr Girokonto – aber es bleibt gratis

Die DKB verändert nun ihre Konditionen und führt 2 verschiedene Kategorien ein. Die erste Kategorie sind jene Kunden die das Girokonto regelmäßig nutzen und dabei Monat für Monat mindestens einen Eingang von 700 Euro haben. Diese werden Aktivkunden genannt.  Die zweite Kategorie ist jene Gruppe an DKB-Kunden, die eben keinen monatlichen Eingang von 700 Euro aufweisen können. Was gleich bleibt:

  • Kostenloses Girokonto
  • Kostenlose Visa Kreditkarte
  • Attraktive Guthabenverzinsung auf der Visa Kreditkarte

Die wichtigste Neuerung ist, dass die Behebung mit der Visa Kreditkarte nicht mehr weltweit kostenlos ist, nur Aktivkunden kommen weiterhin in diesen Genuss und für diese wird sogar das Auslandeinsatzentgelt abgeschafft! Das bedeutet eine vollkommen kostenlose Bargeldbehebung für DKB Kunden. Passivkunden der DKB können euroweit gratis Geld beim Bankomaten beheben, außerhalb der EURO-Zone kostet es 1,75 % vom Umsatz. Aktivkunden müssen das Auslandsentgelt von 1,75 % ebenfalls bezahlen, erhalten dieses aber am Ende des Monats wieder gutgeschrieben.

Hier alle Änderungen des DKB Cashs – Quelle ist die Nachricht der DKB an ihre Bestandskunden im Online Banking

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Die Änderung erfolgt mit 1.12.2016, wobei die DKB die ersten 12 Monate alle Kunden als Aktivkunden klassifizieren wird und erst am 30.11.2017 die Zweiteilung einführen wird. Dabei wird die DKB alle 3 Monate kontrollieren, ob mindestens 700 Euro pro Monat auf das betreffende Konto eingegangen ist. Wenn nicht, wird der Kunde zum Passivkunden und verliert die Vorteile des Aktivkundens. Zum Aktivkunden kann man sich aber in jedem Quartal wieder neu qualifizieren, in dem die 700 Euro regelmäßig eingegangen sind.

Eine Änderung die für alle gilt ist der Umstand, dass die Mindestbehebung beim Bankomaten von 10,00 auf 50,00 Euro steigt. Für die meisten DKB-Kunden wohl kein größeres Problem bzw. wussten viele wohl gar nicht, dass der Mindestbetrag so niedrig angesetzt war.

Warum macht dies die DKB?

Wie oben bereits beschrieben haben die deutschen Banken Herausforderungen zu bewältigen beim kostenlosen Girokonto, da die Erlöse in den letzten Monaten deutlich geschmälert wurden. Mit der Einführung von Aktivkunden vs. Passivkunden bei der der DKB versucht die DKB ihre Kunden zu aktiven Kunden zu transformieren. Durch das attraktive Angebot der DKB in den letzten Jahren haben sich viele dieses Konto auf Vorrat als Zweit- oder Drittkonto angelegt und nun versucht die DKB eben genau diese Kunden zu aktiven Kunden zu machen. Wir dürfen gespannt sein, ob dies gelingt.

Auch wenn man Passivkunde bei der DKB ist, so ist das Angebot noch attraktiv. Der Wegfall der kostenlosen, weltweiten Behebung von Bargeld ist ein gewisser Wermutstropfen, aber es heißt auch weiterhin, kostenloses Girokonto mit echter Visa Kreditkarte ohne Mindesteingang oder Mindestsaldo!

mehr über das DKB Konto »

 

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mmmm

Im Gegensatz zu früher gibt es keine Erstattung von Fremdgebühren bei Bargeldbehebungen im Ausland. Dieser Umstand befindet sich in einer Fussnote im Preis und Leistungsverzeichnis.