BUNQ Konto – Test & Erfahrungen mit der niederländischen Bank of the Free

Das bunq Girokonto für potentielle Kontoinhaber in Österreich einmal unter die Lupe genommen:

Die niederländische bunq wirbt in diesen Tagen mit einem ganz besonderen Angebot: so bietet diese als Technologie und IT-Startup mit entsprechender Bankenlizenz jetzt jedem potentiellen Kunden in und außerhalb von Österreichs mit EU-Wohnsitz die Möglichkeit, das vollwertige bunq-Girokonto abzuschließen und dieses vor allem für den Handel im Netz, als E-Wallet oder ganz einfach als reguläres Girokonto nutzen zu können – und das zu durchaus kleinen Preisen. Somit handelt es sich bei der bunq um eine niederländische Direktbank, die Kunden in ganz Europa die Unterhaltung kostenloser Girokonten bietet. Der Plural ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen – denn bis zu zehn weitere, voneinander unabhängig Girokonten können hier zum absoluten Nulltarif eingerichtet werden. In Zeiten, in denen Geschäftsbanken stellenweise eine Gebühr für Abhebungen oder stellenweise sogar Negativzinsen berechnen, ist ein kostenloses Girokonto bei einer zuverlässigen Direktbank mehr als Gold wert. Das wissen auch immer mehr Verbraucher in Österreich und anderen europäischen Staaten zu schätzen und nutzen das vorteilhafte Angebot der niederländischen bunq. Was es mit dieser Direktbank im Speziellen auf sich hat und welche Punkte das Angebot der bunq genau beinhaltet, dass soll dem Leser innerhalb eines kurzen aber informativen Artikels einmal näher dargestellt werden. Zudem soll das Angebot der bunq einer unabhängigen Bewertung unterzogen werden.

Test Fazit zu den Erfahrungen mit dem BUNQ Konto: 

Zur Einzelbewertung des Tests

In  unserem Erfahrungsbericht über das BUNQ Konto untersuchen und bewerten wir das Girokonto nach den folgenden Kriterien:

Kosten & Gebühren

Mit direkten Kosten hat der potentielle Girokontokunde im Falle der bunq nicht zu rechnen, da die Kontoführung kostenlos ist. Auch für die Kontoeröffnung sowie die Kontoschließung fallen unter keinen Umständen etwaige Kosten an. Ein besonderer Vorteil der bunq ist diesbezüglich, dass Kontoinhaber bis zu zehn völlig kostenlose Konten eröffnen können und diese via Kontoführungsapp auch sofort wieder schließen können. SEPA-Überweisungen und auch –Lastschriften sind genauso wie die ausschließliche Nutzung über die dazugehörige App, völlig kostenfrei. Hier liegt auch der Fokus des Anbieters – bei den SEPA-Überweisungen. Geldabbuchungen funktionieren demnach nur mithilfe der so genannten Maestrocard, die einmalig 9 Euro kostet und 4 Jahre Gültigkeit aufweist. Die Unterhaltung dieser Karte selbst kostet bisweilen 1 Euro pro Monat – Geldabbuchungen mit dieser Karte kosten den Kunden in Österreich beispielsweise 0,80 Euro, bei Fremdwährungen wird ein Aufschlag in Höhe von 1,20 Prozent des Abbuchungsbetrags berechnet. Wird die Maestrocard entsprechend für Einkäufe im Einzelhandel verwendet, so fallen pro Transaktionsanfrage genau 0,04 Euro an – aber auch dann, falls eine falsche PIN eingegeben wird oder das Girokonto für den geplanten Kauf nicht gedeckt ist. Alle etwaigen Gebühren werden dabei im Monatsrhythmus vom betreffenden bunq-Girokonto abgebucht.

Zinsen

Mit einer Verzinsung der angelegten Guthaben ist in Folge des kostenlosen Services der niederländischen bunq in diesem Sinne nicht zu rechnen. Überweisungen im europäischen Inland sowie Überweisungen zwischen bunq-Nutzern sind jedoch komplett kostenlos – letztere werden auch sofort ausbezahlt. Auch bietet die bunq keinerlei Sparangebote wie z.B. Tages- oder Festgeldkonten, die mit Sparzinsen versehen sind. Das Girokonto der bunq dient damit ausschließlich dem bequemen und schnellen Geldverkehr via App in ganz Europa.

Inkasso-Gebühren, Pfändungsgebühren oder anderweitige Überziehungszinsen – welche (selbstverschuldeten) Kosten für den Kontonutzer sonst noch entstehen können

In Folge eines negativen Kontostands können für den Girokonto-Inhaber durchaus Kosten entstehen. Denn sollte der entsprechende Betrag nicht innermonatlich zurückbezahlt werden, startet die niederländische bunq einen Schuldeneintreibungsprozess. Die etwaigen Inkasso-Gebühren muss der Kontoinhaber dann selbst begleichen, diese variieren jedoch von Fall zu Fall. Vielerorts ist dann mit der Verweigerung des API-Zugriffs zu rechnen. Die Überziehung des bunq-Girokontos ist daher nicht zu empfehlen, da sich die niederländische Bank zudem das Recht vorbehält, dass etwaige Kontoinhaber dann mit der Sperrung rechnen müssen. Entsprechende Negativguthaben werden dann an das zuständige Inkassobüro weitergeleitet.

Karten (Bankomat- und Kreditkarte)

Bei der bunq erhält der Girokonto-Kunde zwei verschiedene Kartentypen, mit denen entsprechend Geld abgehoben oder Einkäufe an speziellen Terminals bezahlt werden können. Es handelt sich dabei um Maestro- sowie auch um MasterCard-Karten. Beide sind jeweilig an einem Maestro-Terminal, bzw. an einem MasterCard-Terminal einsetzbar. Die abzubuchenden Zahlungen werden in der Regel sofort vom jeweiligen bunq-Girokonto abgebucht und sind daher nicht als Kreditkarten zu verstehen. Als besonderes, kleines Goodie haben sich die Betreiber der bunq überlegt, dass jeder Kunde seine Karte(n) völlig individuell mit selbstgewähltem Namen oder Spruch bedrucken lassen kann. Nach dem Erhalt der beiden Karten müssen diese für die spätere Nutzung noch verifiziert werden – dies geschieht durch die Aktivierung der bunq-Karten via App. Auch können mit den Karten potentielle Abbuchungsbeträge quasi „reserviert“ werden, die dann zum eigentlichen Zeitpunkt erst vom bunq-Girokonto abgebucht werden. So behält der Kontoinhaber einen guten Gesamtüberblick über seine Finanzen und läuft auch weniger Gefahr, mit seinem Guthaben entsprechend ins Minus abzudriften und sich vermeintlichen Schwierigkeiten konfrontiert zu sehen. Limits für die Kartennutzung werden vom Nutzer selbst mithilfe der kostenlosen App festgelegt.

Die Maestro Bankomatkarte von BUNQ sieht sehr gut aus und fühlt sich sehr hochwertig an. Sie kostet im Monat für das gratis Konto 1 Euro, also 12 Euro im Jahr. Besonders ist, dass man eine Extra-Zeile anfügen kann bei der Erstellung der Karte, so kommt eben die Zeile „Bunq ist super ;-)“ auf die Bankomatkarte. Die BUNQ Karte hat auch NFC und die Steckrichtung der Karte ist mit einem kleinen Pfiel am Ende der Karte markiert. Praktisch, nicht?

Bankomatversorgung

Direkte bunq-Girokonto-Bankomaten gibt es, da es sich hierbei um eine Direktbank handelt, nicht. Jedoch können die beiden Karten für Maestro- oder MasterCard-Terminals dazu verwendet werden, um an ebendiesen Bargeld abheben zu können – auch hier fallen die regulären Transaktionsgebühren an. Abgehoben werden kann zudem nur jenes Geld, welches auch direkt auf dem entsprechenden Girokonto vorhanden ist. Beträge, die den jeweiligen Kontorahmen des etwaigen Girokontos übersteigen, werden vom System direkt abgelehnt, gleichwohl hier dann aber dennoch Transaktionskosten anfallen würden. Die bunq-Karten unterliegen zudem einem Ablaufdatum und müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden, da deren Gültigkeit sonst verfällt.

Service, Beratung & Support

Der schnelle, kompetente sowie auch freundliche In-App-Support der niederländischen bunq ist deren große Stärke – dieser ist jedoch nur in niederländischer sowie in englischer Sprache verfügbar. Über den Menü-Punkt „Support“ innerhalb der bunq-Girokonto-App kann entweder via Video-Chat oder Text-Chat Kontakt zum Support-Team der bunq aufgenommen werden. Hier können zudem nach der Girokontoeröffnung auch kostenlose Beratungen rund um das Produkt bunq-Girokonto in Erfahrung gebracht werden. Die App funktioniert dabei flüssig und unkompliziert und macht SEPA-Überweisungen unterwegs zu einem absolut angenehmen Unterfangen – auch die Sicherheitspolitik der bunq-App ist erstaunlich modern: mittlerweile kann eine Identifizierung auch via biometrischen Handscan geschehen.

Banking (Online, Mobile und Telefonbanking)

Bunq hat sich im Bereich des Bankings auf SEPA-Überweisungen im EU-Raum spezialisiert. Das präferierte Abbuchungs- oder Begünstigungskonto kann dabei flexibel gewählt werden. Transaktionen werden per zugeschickten Code oder eben per Bioscan durchgeführt. Der Zugang zur App geschieht über einen in der App selbst wählbaren PIN-Code. SEPA-Überweisungen sind dabei völlig kostenlos, auch das Versenden und der Erhalt von Fremdwährungen sind gegen Aufschlag problemlos möglich. Entsprechende SEPA-Lastschriften werden innerhalb der App als so genannter „Request“ angezeigt. Lastschriftinkassos sind hier innerhalb maximal fünf Tagen vom Nutzer zu bestätigen, ansonsten gilt hier die automatische Ablehnung dieser. Da die Direktbank über keinerlei Internetpräsenz verfügt, sondern nur eine App bietet, ist demnach ein Banking nur via Mobile Banking mit der bunq-App möglich. Auch die Optionen des Filial- und Telefonbankings scheiden dementsprechend aus.

Kontoeröffnungsprozess

Die Kontoeröffnung eines Girokontos bei der bunq kann nur via Videochat mithilfe des Dienstes IDnow geschehen, welcher in niederländischer oder in englischer Sprache angeboten wird. Zusätzlich zum visuellen und verbalen Legitimierungsprozess verlangt die Bank einen EU-Wohnsitznachweis, welcher durch das Einsenden von Miet- oder Rechnungskopien innerhalb der App realisiert werden kann. Der Prozedere ist demnach auch für EU-Auslandskunden umsetzbar und geht bisweilen sehr schnell vonstatten. Sind die jeweiligen Daten legitimiert, wird das Girokonto von der bunq innerhalb weniger Minuten freigeschalten – entsprechende NL-IBAN-Nummern werden dem Neukunden sofort zugestellt und sind ab dann auch direkt nutzbar.

Unser Fazit zum BUNQ Konto

Beim Angebot der bunq aus den Niederlanden handelt es sich zweifelsohne um eines der unkompliziertesten SEPA-Auslandskonten auf dem europäischen Markt. Die besonders schnelle Eröffnung, der unkomplizierte Zahlungsverkehr sowie die übersichtlichen Transaktionsgebühren lassen keinerlei Fragen offen. Da die Bedienung der App so kinderleicht ist, wird das Banking mit der App unterwegs zum reinsten Vergnügen. Wer damit leben kann, dass bunq ausschließlich für den SEPA-Verkehr gemacht ist, jedoch dennoch Abbuchungsvorgänge an Maestro- bzw. MasterCard-Terminals erlaubt und keine Negativbeträge oder anderweitige Kontoüberziehungen duldet, der ist bei der niederländischen Direktbank in jedem Fall bestens aufgehoben und sollte ein Wechsel zu dieser in Betracht ziehen.

Unser Test Ergebnis

BUNQ Erfahrungsbericht:
3.1 Gratis-Konto.at
User 0 (0 Stimmen)
Vorteile
Rasche Kontoeröffnung Unkompliziert Mehrere Konten möglich und deren Freigabe für Family & Friends
Nachteile
Nur digital Im gratis Konto keine Karte dabei Premium Version kostet 8 Euro - nicht wenig, aber auch viel Leistung
Fazit
im Angebot der bunq aus den Niederlanden handelt es sich zweifelsohne um eines der unkompliziertesten SEPA-Auslandskonten auf dem europäischen Markt. Die besonders schnelle Eröffnung, der unkomplizierte Zahlungsverkehr sowie die übersichtlichen Transaktionsgebühren lassen keinerlei Fragen offen. Da die Bedienung der App so kinderleicht ist, wird das Banking mit der App unterwegs zum reinsten Vergnügen. Wer damit leben kann, dass bunq ausschließlich für den SEPA-Verkehr gemacht ist, jedoch dennoch Abbuchungsvorgänge an Maestro- bzw. MasterCard-Terminals erlaubt und keine Negativbeträge oder anderweitige Kontoüberziehungen duldet, der ist bei der niederländischen Direktbank in jedem Fall bestens aufgehoben und sollte ein Wechsel zu dieser in Betracht ziehen.
Kosten & Gebühren3.6
Zinsen0
Karten3.2
Service, Beratung & Support2.8
Banking4.2
Kontoeröffnung5

 

Ihre Erfahrungen mit dem Bunq Konto

Sie nutzen das Bunq Konto bereits aktiv und möchten andere teilhaben lassen, welche Erfahrungen Sie bisher gesammelt haben? Dann schreiben Sie doch Ihren Erfahrungsbericht zum Girokonto jetzt.

In Ihrem Erfahrungsbericht sollten Sie auf folgende Punkte eingehen und diese beschreiben:

Kosten & Gebühren:
Zinsen:
Karten:
Service, Beratung & Support:
Banking:
Kontoeröffnung:

Wird Ihr Erfahrungsbericht veröffentlicht und mit dem Siegel „Geprüft & freigegeben“ versehen, so erhalten Sie als Dankeschön einen 15 € Gutschein von Amazon. Das Siegel erhalten Sie, wenn Sie einen ausführlichen Erfahrungsbericht mit über 200 Wörter schreiben. Legen Sie nun los:

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