DADAT oder ING-DiBa Girokonto – welches Konto ist das Bessere?

Es gibt für uns Österreicher im Moment ca. 10 gratis Girokonten und es stellt sich die Qual der Wahl. Im Moment stechen die DADAT und die ING-DiBa bei den angebotenen gratis Konten heraus, denn beide bieten neuen Kunden einen Startbonus in der Höhe von 75 € an. Warum aber wird das Konto der DADAT und der ING-DiBa hier miteinander verglichen und nicht z. B. die Easybank, DKB, Bankdirekt? Folgende Gründe:

  • Beide Banken bieten einen Startbonus von 75 €
    75 € sind nicht wenig und sind im Vergleich zu den anderen Banken, die meist gar keinen Eröffnungsbonus anbieten ein deutliches Unterscheidungsmerkmal
  • Beide Banken bieten ein vergleichbares Angebot
    Das Angebot beider Banken ist ähnlich aufgebaut und unterscheidet sich nur in Nuancen.

Es kann je nach persönlichen Wünschen und Anforderungen natürlich andere, passendere Banken geben und es sollten auch alle anderen gratis Konten berücksichtigt werden bei der Suche nach einem kostenlosen Girokonto, doch zeigt sich immer wieder, dass die DADAT und die ING-DiBa im Moment die heißesten Angebote diesen Sommer am Start haben.

Hier der Vergleich in einem Video zusammengefasst:

Hier der Vergleich der beiden Angebote in Tabellenform:

Eine genaue Erklärung der verschiedenen Punkte findet sich in der Beschreibung unter der Tabelle, welche sicherlich lesenswert ist um das Bild über die beiden Angebote abrunden zu können. Die Tabelle ist bei einem Mobiltelefon dann in vollster Pracht zu sehen, wenn der Screen horizontal gedreht wird (nobody is perfect). Die letzte Aktualisierung des Vergleichs erfolgte mit 3.8.2017:

DADAT

ING-DiBa

Eigentümer:100 % AT100 % DE bzw. NL
EinlagensicherungATDE
Kontoführunggratis bei monatlichen Eingängen (Gehalt, Lohn, Pension) oder EPU (Einkommensteuererklärung)gratis bei monatlichen Eingängen (Gehalt, Lohn, Pension)
-> sonst Kontoführung4,50 €/Monat4,20 €/Monat
Startbonus 75 €nach dem 2. regelm. Eingang > 1.000 €4 Wochen nach Eröffnung
GemeinschaftskontoJaJa
KontowechselserviceJa, automatischJa, manuell
Karten
BankomatkarteBankomatkarteBankomatkarte
NFC-FunktionJaJa
KreditkarteGratis, bei Eingang > 1.000 € und entsprechende BonitätGratis, bei Eingang > 1.000 € und entsprechende Bonität
Partner-Bankomatkarte11,90 €/Jahr15 €/Jahr
Partner-Kreditkarte19,20 €/Jahr/0 € im 1. Jahr19,20 €/Jahr/12 € im 1. Jahr
Zinsen
Habenzinsen0,01%0,00%
Sollzinsen6,625 %6,90%
Ups, bis 50 € keine Zinsen
Bargeld + Zahlungen
BargeldeinzahlungBankhaus Schelhammer & Schattera, Stephansplatz
> 60 Volksbanken Automaten
Kassa: 3 €, Automat: 0,50 €
2x im Jahr Fremdspesenerstattung
Bargeldbehebung400 € pro Tag, Bankomatkassen 1.100 €/Woche, gesamt 3.900 €/Woche

BarTAN (abheben ohne Bankomatkarte)

10.000 Euro pro Tag bzw. 12.000 Euro
Bargeldbehebung außerhalb Euro-Raum1,82 € + 0,75 %2,00 €
Bezahlen außerhalb Euro-Raum1,09 € + 0,75 %1,00 €
Banking
Push-NotificationsJaNein
QR-Code Überweisung ScanJaNein
Überweisungen KontakteJaJa
Überweisungen VorlagenJaNein
Web-BankingJaJa
App-BankingJaJa
FreigabeSMS-TAN
Tresor-Tan
SMS-TAN
Smart-Code
Umfangreiche Statistik- und EinstellungsmöglichkeitenJaNein
Kontoeröffnung
BonitätsprüfungJaJa, Obligoabfrage beim KSV1870
AntragNur OnlineNur Online
LegitimationVideoIdent (Sofort)
PostIdent (ca. 2-3 Werktage)
Fremdkonto Überweisung (max. 3 Werktage)
Postweg (bis zu 2 Wochen)
Weitere Produkte
KonsumkreditJa, SWK BankJa
ImmobilienkreditJa, Bank BurgenlandNein
WertpapierdepotJaNur Fonds
SparkontoJaJa
VersicherungenTw. über GRAWENein
Support
FilialeNeinJa, Schwedenplatz
Erreichbar
Montag bis Freitag
08:00 – 18:00 Uhr08:00 – 20:00 Uhr
TelefonJa
E-MailJa
Sperrhotline Bankomatkarte01/204 880001/204 8800
Sperrhotline Kreditkarte01/71111-77001/71111-770
Details zum KontoDetails zum DADAT KontoDetails zum ING-DiBa Konto
Zum KontoWeiter »

Über die beiden Girokonten

Die DADAT, die Alles Direktbank, ist eine Marke des Bankhauses Schelhammer & Schattera, welche wiederum ein Teil der GRAWE Bankengruppe ist. Diese Bankengruppe gehört der Grazer Wechselseitigen Versicherung (GRAWE). Diese Versicherung gehört sich selbst. Damit ist die DADAT ein waschechter Österreicher. Bei der ING-DiBa ist das gleich anders. Hier gibt es einen Sitz in Wien, diese Niederlassung ist aber eine Niederlassung der deutschen ING-DiBa AG. Die deutsche ING-DiBa AG gehört wiederum zu 100 % der niederländischen, börsennotierten ING Groep mit ca. 80.000 Mitarbeitern weltweit.

Einlagensicherung

Weil die DADAT österreichisch ist und die ING-DiBa deutsch, leitet sich daraus nun ab, dass es bei der DADAT die österreichische Einlagensicherung gibt, während bei der ING-DiBa die deutsche Einlagensicherung gilt.

Gratis Konto ab wann?

Bei der DADAT und ING-DiBa gibt es das kostenlose Girokonto nur, wenn ein regelmäßiger Eingang stattfindet. Bei der DADAT gibt es auch die Möglichkeit für Personenunternehmen, also klassische EPU, ein Girokonto zu eröffnen. Wichtig ist hier, dass statt dem Gehaltsnachweis eine Einkommensteuererklärung abgegeben wird. Bei der ING-DiBa ist für Unternehmer nichts zu holen, diese Zielgruppe möchte die ING-DiBa nicht als Kunde gewinnen. Gibt es beiden Anbietern keine regelmäßigen Eingänge, so wird ein Kontoführungsentgelt verrechnet. Seit 1.6.2017 ist es bei der ING-DiBa für Neukunden sogar so, dass das Kontoführungsentgelt zuerst verrechnet wird und sogleich wieder gut geschrieben wird. Es könnte dies als Indiz für ein mögliches Ablaufdatum des gratis Kontos bei der ING-DiBa sein (siehe Bericht vom 1.6.2017). Wird ein Kontoführungsentgelt verrechnet so ist hier die ING-DiBa günstiger mit 4,20 Euro im Monat, während die DADAT hier 4,50 Euro im Monat verrechnet. Hochgerechnet auf das ganze Jahr, ergibt das eine Kostendifferenz von 3,60 Euro bei den beiden Anbietern.

Im kostenlosen Girokonto sind die Kontoführung und die Bankomatkarte enthalten. Beide Girokonten sind als Einzelkonto als auch als Gemeinschaftskonto verfügbar.

Startbonus von 75 Euro

Den Startbonus in der Höhe von 75 Euro erhält man bei beiden Banken bald. Bei der DADAT gibt es als Bedingung für den Startbonus von 75 Euro, dass 2 Mal hintereinander ein regelmäßiger Eingang von über 1.000 Euro eingehen muss, dann gibt es diesen Startbonus. Typischerweise ist dies der Lohn, das Gehalt oder die Pension. Bei der ING-DiBa gibt es diese Einschränkung nicht, hier wird der Bonus von 75 Euro gleich 4 Wochen nach der Eröffnung auf das Konto gutgeschrieben.

Kontowechselservice – Automatisch vs. Manuell

Früher war vieles komplizierter, so auch der Kontowechsel. Mittlerweile unterstützen viele Banken bereits den Kontowechsel und bei der ING-DiBa ist es so, dass diese bei der alten Bank eine Liste anfordert mit den Dauer- und Lastschriftaufträgen und diese wird, sofern es der neue ING-DiBa Kunde wünscht, auch beim neuen Konto angelegt. Bequemer geht das bei der DADAT, denn nachdem man das neue Konto hat, kann ein automatischer Kontowechselservice gestartet werden. Mit der Unterstützung des Unternehmens FinReach loggt sich der neue DADAT Kunde nochmals beim alten Bankkonto ein und die Software liest die Dauer- und Lastschriftaufträge aus. Daraus wird eine Liste erstellt und der Anwender sucht sich dann aus, welche Unternehmen über die neue Bankverbindung informiert werden soll und welche nicht. Die ausgewählten Unternehmen werden informiert und diese stellen dann die Bankverbindung auf DADAT um. Alles sehr bequem vom Bildschirm aus.

Karten: Bankomatkarte und Kreditkarte

Bei beiden Girokonten ist die Bankomatkarte mit dabei und verfügt auch über die praktische NFC Funktion, mit der kontaktlos bei Bankomatkassen bezahlt werden kann. Eine gratis Kreditkarte gibt es bei beiden Anbietern ebenfalls dazu, wenn die Bonität stimmt, bei der DADAT gibt es dazu auch die Regel, dass mindestens ein Eingang von 1.000 € eingehen muss. Bei der ING-DiBa muss eine dementsprechende Bonität vorhanden sein, ab wann diese vorhanden ist, darüber ist nichts genaueres bekannt. Liest man sich jedoch die Bewertungen auf Facebook zur ING-DiBa durch, so wird man auf die folgende Bewertung aufmerksam:

Die ING-DiBa Kreditkarte gibt es erst ab 1.000 € monatlichen Eingang

Obschon die ING-DiBa angibt, dass es die Kreditkarte nur bei entsprechender Bonität gibt, so ist es praktisch so, dass die ING-DiBa die Kreditkarte erst ab 1.000 Euro und der entsprechenenden Bonität vergibt. Hier gibt es also keinen Unterschied zwischen der DADAT und der ING-DiBa, was auch einfach zu erklären ist, denn beide verwenden Card Complete als Kreditkartenpartner und so haben beide Anbieter die gleichen Regeln.

Hat man ein Gemeinschaftskonto und benötigt für den Partner ebenfalls eine Bankomatkarte so kostet diese bei der DADAT 11,90 Euro im Jahr und bei der ING-DiBa um eine Spur mehr, nämlich 15,00 Euro im Jahr. Eine weitere Kreditkarte kostet bei beiden Anbietern gleich viel, wobei diese bei der DADAT im ersten Jahr gratis ist und bei der ING-DiBa die zweite Kreditkarte im ersten Jahr 12 Euro kostet. Beide Kreditkarten werden vom Wiener Kreditkartenunternehmen Card Complete ausgestellt.

DADAT Bankomatkarte

So sieht die weiße DADAT Bankomatkarte aus. NFC ist auch mit dabei, das Symbol befindet sich aber auf der Rückseite.

ING DiBa Bankomatkarte

Die unspektakuläre ING-DiBa Bankomatkarte. Schönheitspreis gewinnt sie keinen, aber sie funktioniert genau wie alle anderen Bankomatkarten. Das NFC Symbol ist schön sichtbar auf der Vorderseite.

Unnützes Wissen: Bei der DADAT können Sie sich die Farbe der Bankomatkarte aussuchen. Zur Wahl stehen eine weiße oder eine schwarze DADAT Bankomatkarte.

Zinsen

Bei den Zinsen sind beide Angebote harmonisch mit 0,00 % Habenzinsen und 6,90 % Sollzinsen. 0,00 % Habenzinsen? Moment, denn die DADAT führt mit 1.11.2017 nun leichte Habenzinsen ein und hat nun 0,1 % an Habenzinsen zu bieten. Nicht die Welt, aber besser als keine Habenzinsen wie es bei der ING-DiBa der Fall ist. Bei der ING-DiBa gibt es noch „Ups“, ein Feature für kleine Überziehungen, denn wer bis maximal 50 Euro sein Konto überzieht, bezahlt dafür keine Sollzinsen. Erst darüber hinausgehende Beträge werden dann voll mit den Sollzinsen von 6,90 % belastet. Wer höhere Sparzinsen haben möchte, der muss diese auf das Sparkonto übertragen, welches beide Banken anbieten.

Bargeld und Zahlungen

Wie kann ich Bargeld einzahlen?

Beide Banken sind Direktbanken und damit gibt es auch keine oder nicht viele Filialen. Bei der DADAT, die ihren Sitz in Salzburg hat, gibt es keine Filiale und auch keinen Parteienverkehr. Nachdem die DADAT aber eine Marke des Bankhauses Schelhammer & Schattera ist, gibt es in der Hauptanstalt nähe Stephanplatz  (Goldschmiedgasse 3, 1010 Wien) die Möglichkeit dort höhere Geldbeträge auszahlen zu lassen bzw. einzuzahlen. Alternativ gibt es auch noch über 60 Automaten von Volksbanken bei denen Geldbeträge einbezahlt werden können. Manche sogar bis zu fast 15.000 Euro je Einzahlungsvorgang. Einzahlungen von Bargeld kosten je Vorgang beim Schalter 3 Euro und beim Automaten 0,50 Euro. Bei der ING-DiBa gibt es eine Filiale am Schwedenplatz, aber das ist nur eine Informationsstelle mit einem Bankomaten. Bargeld kann dort keines einbezahlt werden, daher bietet die ING-DiBa ihren Kunden an, dass Sie bis zu 2 Mal im Jahr die Spesen übernimmt, wenn man Bargeld bei einer anderen Bank einbezahlt und diese das Geld auf das ING-DiBa Konto überweist. Man muss diese Spesen gesondert einreichen und der Betrag wird gut geschrieben.

Wie viel Geld kann ich abheben?

Bargeld kann sonst natürlich auch bei jedem Bankomaten behoben werden. Bei der DADAT sind das pro Tag maximal 400 Euro und bei Bankomatkassen 1.100 Euro pro Woche. Insgesamt kommt man so auf ein Limit von 3.900 Euro pro Woche (400 x 7 Tage + 1.100 Euro). Diese Limits können aber abgeändert werden, leider nicht so wie bei vielen anderen Banken über das Online Banking, sondern es bedarf hier eines Formulars, welches bei der DADAT angefordert werden muss und unterschrieben retourniert werden muss. Also rechtzeitig daran denken, wenn man höhere Beträge mal beheben möchte. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich aber eher mit niedrigeren Limits durchs Leben zu schreiten als mit einem hohen Limit. Im Missbrauchsfall kann dAs höhere Limit nach hinten losgehen!

Spannend ist auch, dass bei der DADAT auch ohne Bankomatkarte Geld behoben werden kann. Mit einem BarTAN, welcher über das Banking aktiviert wird, kann an bestimmten Bankomaten mit der Hilfe eines TANs Geld bis zu 100 Euro behoben werden. Gerade wenn das liebe Kind unterwegs ist und dringend mal Geld benötigt, wäre das ein spannender Anwendungsfall. Wie ist das nun bei der ING DiBa? Hier gibt es höhere Grenzen, denn hier kann sogar bis zu 10.000 Euro pro Tag bzw. bis zu 12.000 Euro pro Woche behoben werden. Berücksichtigt werden muss aber, dass im Online Banking die Limits dafür gestellt werden müssen und dass bei normalen Bankomaten ein Behebungslimit je Vorgang von 400 Euro herrscht und beim ING-DiBa Bankomat am Schwedenplatz ein Behebungslimit von 2.000 Euro je Vorgang.

Wie viel kostet das Bezahlen bzw. das Abheben außerhalb der Euro-Zone?

Wenn Sie außerhalb der Euro-Zone unterwegs sind, so empfiehlt es sich, dass Sie mit der Bankomatkarte bezahlen bzw. Bargeld abheben, denn mit der Kreditkarte von der DADAT bzw. ING-DiBa würde es deutlich mehr kosten.

Was also kostet das Beheben von Bargeld in Tschechien, Kroatien, Großbritannien oder der Schweiz, also außerhalb der Euro-Zone? Hier hat die ING-DiBa die Nase leicht vorne, denn hier kostet jede Bargeldbehebung 2 Euro, gleich, welcher Betrag. Bei der DADAT gibt es die Formel die oftmals auch bei anderen Banken zu finden ist. Die Behebung von Bargeld kostet 1,82 Euro fix und 0,75 % des behobenen Betrages.

Bezahlt man außerhalb der Euro-Zone unbar, so kommt es bei beiden Anbietern gleich günstiger, denn die ING-DiBa verlangt für unbare Zahlungen lediglich 1 Euro je Bezahlvorgang, während die DADAT hier 1,09 Euro fix + 0,75 % des Betrages verlangt. Unterm Strich kein großer Unterschied, außer man ist länger und öfter außerhalb der Euro-Zone unterwegs und hat hier des öfteren Zahlvorgänge zu tätigen. Falls das so ist, wäre aber vermutlich das DKB Cash Konto sowieso die gescheitere Alternative.

Banking: Online Banking und Mobile Banking

Beim Banking gibt es auf einmal größere Unterschiede. Schwer zu glauben, aber hier prallen verschiedene Welten aufeinander. Die DADAT bietet seit Ende August 2017 eine Smartphone Banking App, die einen umfangreichen Funktionsumfang aufweist. Es scheint so, als ob es keine Abstriche zwischen Smartphone Banking und Online Banking gibt. Generell ist es bei der DADAT so, dass sie auf das  Banking des ARZ  (Allgemeines Rechenzentrum GmbH) setzen. Neben der DADAT setzen auch die Anadi Bank, die Addiko Bank oder die Volksbanken Österreichs auf das gleiche Banking. Das heißt vielfach erprobt und und sicher. Damit dürfen wir uns auch sicher sein, dass noch eine Mobile Banking App für iOS und Android gestartet wird. Die ING-DiBa forciert den Kanal Smartphone sehr und so ist die App seit Start des ING-DiBa Girokontos vorhanden gewesen. Der Funktionsumfang ist hier deutlich kleiner gehalten im Vergleich zur DADAT, dafür läuft die Anwedung geschmeidiger. Ein ING-DiBa Online Banking für den Webbrowser gibt es aber natürlich auch.

Bei den Funktionalitäten des Online Bankings merkt man hingegen, dass bei der DADAT ein erprobter Anbieter mit jahrelanger Erfahrung steht. Hier hat man alles was man gerne haben möchte. Es gibt Push-Notifications über E-Mail und oder SMS (kostet etwas), wenn sich der Kontostand ändern sollte. Es gibt die Möglichkeit des QR-Code Scans für Überweisungen. Apropos Überweisungen, hier gibt es bei der DADAT die Möglichkeit eine Überweisung entweder über die Auswahl eines Kontakts zu senden oder auf Basis einer Vorlage. Bei der ING-DiBa gibt es nur die Möglichkeit des Kontakts. Schade eigentlich, denn mit Überweisungsvorlagen arbeitet man doch gerne und sind erprobt.

Was die DADAT auch gut kann ist das Anbieten von Statistiken. Wer möchte kann so nachvollziehen, wo das liebe Geld hin verschwindet. Mit der Hilfe von verschiedenen Kategorien kann so gezeigt werden, wie viel für Versicherungen, Mobilfunk, Miete, etc. ausgegeben werden. Bei Bedarf kann dies natürlich abgestellt auch werden. Diese Möglichkeit bietet die ING-DiBa nicht an.

Bei der Freigabe von Überweisungen bieten beide Banken die selben Möglichkeiten an. Theoretisch, denn die DADAT ist noch nicht soweit bzw. überlegt noch, ob sie eine eigene App einführen, die Überweisungen freigeben, als Alternative zum SMS-Tan (auch mTAN genannt). TresorTAN gibt es bei der DADAT seit Ende August 2017. Funktionieren tut die Freigabe über die mobile Banking App hingegen tadellos bei der ING-DiBa. Die andere Freigabemöglichkeit die beide anbieten ist der mTAN, also die SMS mit dem TAN-Code.

Kontoeröffnung

Wie wird als Neukunde das Girokonto bei einer der Banken eröffnet? Nun, bei beiden gibt es natürlich eine Bonitätsprüfung. Bei der ING-DiBa findet sich danach sogar ein Eintrag beim KSV1870 über eine Obligoabfrage. Naja. Das Girokonto kann bei beiden auf jeden Fall ausschließlich online eröffnet werden und ein wesentlicher Punkt bei der Eröffnung ist die Legitimation. Also der Beweis, dass man auch wirklich die Person ist, die man angegeben hat. Das müssen Banken tun und sie tun es auf verschiedene Weisen. Die DADAT macht dies sehr klassisch.

Legitimation DADAT:

  • VideoIdent -> Sofort
  • PostIdent -> ca. 2-3 Werktage

Legitimation ING-DiBa:

  • Fremdkonto Überweisung (max. 3 Werktage)
  • Postweg (bis zu 2 Wochen)

Hier hat die DADAT die Nase vorne, denn man kann über eine Videokonferenz sich legitimieren. Über einen Dienstleister funktioniert das. Hier wird z. B. der Reisepass hergezeigt und funktionieren tut das Ganze über eine Webcam oder die Cam auf dem Smartphone. Dauer ca. 10 Minuten, evtl. ist eine Wartezeit einzuplanen bis man dran ist. Aber alles superschnell und funktioniert. Alternativ geht natürlich auch das klassische PostIdent-Verfahren. Hier klingelt der Postler.

Die ING-DiBa legitimiert anders. Die schnellere Möglichkeit ist die Überweisung eines Betrages von einem bereits legitimierten Fremdkonto des Kontoantragstellers (hier lagert die ING-DiBa die Legitimation quasi aus, denn hier ist die Annahme, dass das Fremdkonto ja bereits schon mal legitimiert wurde). Alternativ geht auch der Postweg, dieser dauert aber statt wenigen Tagen laut ING-DiBa dann bis zu 2 Wochen. Schneller gehts über das VideoIdentverfahren, welches die DADAT anbietet.

Weitere Produkte der DADAT und ING-DiBa

Das Girokonto ist bei beiden Banken nur ein Produkt von vielen. Beide bieten auch noch ein Sparkonto an. Beim Wertpapierdepot ist es schon ein wenig differenzierter. Während die DADAT hier wirklich überzeugen kann mit einer großen Fülle an verschiedensten Produkten (Aktien, Anleihen, Fonds, ETFs, Optionen, …) hat die ING-DiBa nur eine einfache, abgespeckte Fondspalette mit einem gratis Depot. Rund 100 Fonds stehen hier zur Verfügung. Zum Einstieg in die Welt der Fonds ok, für mehr aber nicht. Bei den Krediten hat die ING-DiBa einen Konsumkredit im Angebot, die DADAT schwört hier auf den Partner SWK Bank (der vermutlich um eine Spur teurer ist). Immobilienkredite bieten beide nicht an, wobei die DADAT hier die Rutsche zur Bankenschwester, der Bank Burgenland legen kann bei Bedarf. Das Produktportfolio wird bei der DADAT dann noch abgerundet mit Versicherungen der Mutter, der GRAWE Versicherung. Hier kann die ING-DiBa nicht mithalten – fraglich ist aber, ob man hier Bedarf hat oder einfach je nach Produkt einen neuen Anbieter sucht.

Support & Kontakt

Hier hat die ING-DiBa die Nase vorne, wenns was hat. Die ING-DiBa bietet am Wiener Schwedenplatz einen kleinen Infopoint an. Dazu steht sie auch ein wenig länger zur Verfügung als es die DADAT tut. Nämlich von Montag bis Freitag von 8:00 bis 20:00 Uhr. Die DADAT von Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr, also 2 Stunden pro Tag weniger. Per E-Mail können die netten Damen und Herren aber jederzeit angeschrieben werden.

Welches Konto ist nun besser? DADAT oder ING-DiBa?

Ein leichter Vorteil zu Gunsten der DADAT gibt es, aber dieser hängt auch davon ab, was die persönlichen Anforderungen und Wünsche an ein Girokonto sind. Negativ aufgefasst werden kann die Änderung bei der ING-DiBa, dass seit 1.6.2017 die Kontoführungsgebühr zuerst abgezogen wird und bei regelmäßigen Eingängen wieder gutgeschrieben wird. Das hat so einen schalen Nachgeschmack von „bis auf Weiteres und wir werden es ändern… dauert aber noch!“. Schön ist bei der DADAT vor allem, dass es sich um ein österreichisches Unternehmen handelt.

Hier erfahren Sie mehr über unsere Testberichte über die beiden Girokonten und dort ersehen Sie auch die Erfahrungsberichte von bestehenden DADAT und ING-DiBa.

DADAT Test- & Erfahrungsberichte:
ING DiBa Test- & Erfahrungsberichte:

Das war nun der ausführliche Vergleich über zwei kostenlose Girokonten mit einem Eröffnungsbonus über 75 Euro. Gibt es nun Fragen oder Kommentare? Nutzen Sie die Chance dazu und lassen Sie uns wissen, was jetzt noch offen ist und was Sie noch gerne wissen möchten?

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