Unterkonten

Unterkonten

Das Wichtigste in Kürze

  • Konto-Modelle realisieren mit Unterkonten
  • Unterkonten sind Konten, die zu einem Hauptkonto (Girokonto) gehören 
  • Jedes Unterkonto steht für eine bestimmten Zweck, z.B. Sparen, Reisen, etc.
  • Erleichtert die Übersicht über die persönlichen Ausgaben und hilft beim Sparen
  • Mehrere Online Banken bieten bereits diese Unterkonten an, z.B. N26, Monese, Tomorrow, Revolut oder demnächst auch Vivid Money

So gehen Sie vor

  • Machen Sie zuerst einen Kassasturz und sehen Sie sich genau Ihre Ausgaben und Einnahmen an!
  • Machen Sie sich Gedanken über Ihr Konsumverhalten und Ihre Sparziele!
  • Suchen Sie sich eine Bank Ihrer Wahl und eröffnen Sie das Konto das zu Ihnen passt!
  • Benennen Sie die Unterkonten individuell und sparen Sie los!

In diesem Ratgeber

Was sind Unterkonten und wozu braucht man sie?

Betrachtet man Unterkonten im ursprünglichen Sinn, sind das Konten, die einem Hauptkonto zugeordnet sind. Dabei kann es sich beim Hauptkonto um ein Girokonto, ein Geschäftskonto oder ein Wertpapierdepot handeln. Diese Unterkonten haben grundsätzlich auch einen eigenen IBAN, d.h. Überweisungen und dergleichen können auch von diesen Unterkonten durchgeführt werden. Sinn und Zweck dieser Konten ist die Aufschlüsselung um eine bessere Übersicht über die Finanzen und Transaktionen zu bekommen. Diese Idee ist bei Weitem nicht neu, sondern wird in der Buchhaltung schon lange praktiziert.  Ein simples Beispiel wäre ein Hauptkonto mit der Bezeichnung „Haus“ und die Unterkonten dazu wären z.B.  „Energieverbrauch“ und „Instandhaltung“. So landet jede Ausgabe und Einzahlung im richtigen Topf und es wird gut sichtbar, welcher Posten wie viel an Zuwendung benötigt.

Die Idee dieser Unterkonten haben sich die progressiven Online Banken nun zu Nutze gemacht und bieten solche Unterkonten im neuen Design an. Welche Banken das sind und wie das genau aussieht haben wir uns genauer angesehen.

Was steckt hinter diesen Modellen und wozu dienen sie?

Gewählt werden kann unter verschiedenen Modellen, je  nach dem unter wieviele Unterkonten das persönliche Budget unterteilt werden soll.

  • 3 – Konten Modell
  • 4 – Konten Modell
  • 5 – Konten Modell
  • 6 – Konten Modell
  • 7 – Konten Modell

Diese verschiedenen Modelle haben alle den gleichen Zweck und Auftrag. Sie sollten eine bessere Übersicht über die Finanzen liefern und die Einteilung des Einkommens erleichtern. Durch die x-fache Unterteilung und Zuweisung des Geldes auf die verschiedenen Kontounterteilungen, wird dem dorthin überwiesenen Geld direkt eine Aufgabe, ein Sinn und Zweck gegeben. Die Zuweisung sollte zeitnah am Gehalts-, Lohn- oder Pensionseingang liegen. Ist das Geld am Konto, am besten sofort das Geld weiterverteilen, denn ist es erstmal für einen bestimmten Bereich „reserviert“, ist es ungleich schwerer das Geld dort wieder abzuziehen um für andere Ausgaben zu verwenden. Ein wenig Psychologie steckt da dahinter, denn das Gehalt etc. bleibt natürlich immer gleich hoch, doch durch die Umverteilung auf verschiedene Bereiche, geben wir uns selbst vor, wieviel wir wofür ausgeben dürfen, und erschweren uns dadurch sozusagen einen „unerlaubten“ Zugriff für Ausgaben, die außerhalb des Budgets liegen. Grundsätzlich ist das Geld freilich frei verfügbar und kann Problemlos hin und her überwiesen werden. Einen eigenen IBAN haben diese Unterkonten, im Gegensatz zu einem klassischen Sparkonto meist nicht. 

3-Konten Modell

Das einfachste ist das 3-Konten Modell um Ordnung in die persönlichen Finanzen zu bringen. (Tipp: gut nachzulesen im Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ von Bodo Schäfer). Voraussetzung ist, sich vorab Gedanken darüber zu machen, welche Bereiche große Ausgaben verursachen und wohin das restliche Geld „versickert“, ohne dass ein spürbarer Nutzen entstanden ist. Ein ehrliches Reflektieren des eigenen Konsumverhaltens ist das um und auf! Bleibt beim Kassasturz ein Überschuss übrig, lautet die empfohlene Formel 20 % sparen, 10 % bleibt für Spaß. D.h. das 3-Konten Modell wird aufgeteilt in:

  1. Das Girokonto: das Hauptkonto für Gehalts-, Lohn oder Eingänge und für Abbuchungen von Miete, Strom und den restlichen Fixkosten
  2. Das Spar-Konto: am besten dafür ein Tagesgeldkonto verwenden. Dort landen die 20 % vom Überschuss um angespart zu werden. Experten raten, mindestens drei bis vier Monatsgehälter auf der hohen Kante wissen
  3. Das Spaßkonto: hier landen die 10 % des Überschusses. Geld für Urlaub, Freizeit oder sonstige Dinge, die man sich einfach gönnen möchte
Das 3 – Konten Modell als graphische Darstellung

4-Konten Modell

Dabei handelt es sich natürlich nur um eine Erweiterung des 3-Konten Modells. Um eine sinnvolle und wichtige Erweiterung, sofern man das für sich selbst als Option erachtet. Das vierte Konto ist als Investment Konto gedacht. Ein bestimmter Betrag wird nur zu diesem Zweck auf das Konto gebucht und landet in weiterer Folge als z.B. ETF-Sparplananlage bei einem Broker der Wahl.

7-Konten Modell

Das Prinzip ist erklärt. Die Konten werden je nach Konsumverhalten weiter aufgesplittet. Darum machen wir nun einen großen Sprung und zeigen, wie laut dem Erfinder des Modells Andreas Brell ein 7-Konten Modell aussehen könnte, wobei die genaue Benennung des Kontos natürlich individuell festgelegt werden kann.

  1. Mein Leben: das Konto des täglichen Lebens, d.h. für Miete, Lebensmittel, Versicherungen, die Fixkosten eben
  2. Mein Safe: das ist das Investment Konto und die Empfehlung lautet, ca. 5 % des Budgets dafür aufzuwenden
  3. Mein Cash: das Konto für den Notgroschen, die drei bis vier empfohlenen Monatsgehälter
  4. Für mich: das Spaßkonto für die Freizeitgestaltung und diverse Hobbys
  5. Für Wissen: auch Fortbildungen kosten Geld und wollen bezahlt werden, das Geld dafür landet hier
  6. Für Andere: das Konto für Spenden und finanzielle Zuwendungen für unsere Liebsten
  7. Für Wünsche: hier wird Geld angespart für Zukünftiges, für Dinge, die man sich einmal leisten will, aber nicht problemlos aus dem finanziellen Ärmel schütteln kann

Umso genauer man seine Finanzen unterteilt, desto besser ist der Überblick und verhindert so ein kostspieliges Überziehen des Kontos. Natürlich können die Konten auch individuell benannt werden, so, dass es zum eigenen Lebensstil passt.

 

Welche Banken bieten Unterkonten zum welchem Konto an?

Die Vorteile, das Geld auf Unterkonten zu verteilen ist nun klar, aber wie und bei welcher Bank gelingt das am besten? Den Älteren unter uns ist das Girokonto als Hautkonto und das Sparkonto für Rücklagen geläufig, dann wird es aber schon schwierig wenn man bei der Hausbank nach weiteren Konten fragt. Die jungen Online Banken sich diesem Trend angenommen und bieten diese Unterkonten bereits mit zum Hauptkonto an. Mit ganz unterschiedlichen Bezeichnungen dafür. So heißen bei N26 die Unterkonten „Spaces“, bei Tommorrow „Pockets“ oder bei Monese „Geldtöpfe“. Andere Bezeichnungen für die gleiche Sache: die Kategorisierung der Ausgaben für ein besseres Geldmanagement und die Sparziele einfacher zu erreichen.  

Konten mit diesen Unterkonten werden u.a. von diesen Online Banken angeboten:

  • Monese
  • N26
  • Revolut
  • Tomorrow
  • Vivid money

Monese

Mit Monese kann man unter drei verschiedenen Konten (Simple, Classic oder Premium) wählen. Kostenlos ist nur das Simple Konto, eine kostenlose Debit Mastercard gibt es bei allen dreien dazu. Egal für welches Konto man sich entscheidet, Monese bietet seinen Kundinnen und Kunden dazu 10 Unterkonten an, sogenannte Geldtöpfe. Diese Geldtöpfe können individuell benannt werden. Ein Geldtopf kann auch dazu verwendet werden, den bei Zahlungen aufgerundeten Differenzbetrag direkt in den Topf fließen zu lassen. Das Wechselgeld kann auch direkt mal 10 multipliziert werden. Auch eine Möglichkeit des Sparens!

Mehr zum Monese Konto zu lesen gibt es hier:

N26

N26 spricht von Spaces wenn Unterkonten gemeint sind, bzw. bezeichnet sie als digitale Sparschweine. Bis zu 10 Spaces werden je Konto angeboten, wobei N26 diese für das kostenlose Standard Konto leider nicht vorsieht. Erst ab den kostenpflichtigen Modellen Smart, You oder Metal gibt es die Spaces als Feature dazu. Diese können selbstverständlich je nach Lust und Laune umbenannt werden, aber auch mit anderen N26 Usern geteilt werden. Shared Spaces nennt sich das dann und erlaubt ein gemeinsames Sparen, Finanzieren, Ausgeben. Das Sparen ist das erklärte Ziel der Spaces, deshalb kann eine automatische Überweisung vom Hauptkonto an das beliebige Space eingerichtet werden. Der Betrag und Zyklus kann individuell festgelegt werden. 

Was es sonst noch über das N26 Konto zu wissen gibt erfahren Sie hier:

Revolut

Revolut hat drei verschiedene Konten, das günstigste mit 2,99 Euro Kontoführungsgebühr monatlich ist das Plus Konto. Die Varianten Premium und Metal sind mit 7,99 Euro bzw. 13,99 Euro p.m. schon deutlich teurer. Zu den Konten gibt es die kostenlosen Unterkonten, im Fall von Revolut sind es Pockets, mit dazu. Wieviele Pockets eröffnet werden können ist nicht bekannt. Diese Pockets werden dementsprechend benannt und die Zahlungen werden direkt von den Pockets abgebucht. Ist das Pocket nicht ausreichend gedeckt, wird automatisch auf das Hauptkonto zugegriffen!  Anstehende Zahlungen werden zentralisiert dargestellt um im Vorhinein über die Abbuchungen informiert zu sein.

Welche Features Revolut noch zu bieten hat und wie es dabei mit den Konditionen aussieht, erfahren Sie hier:

Tomorrow

Tomorrow ist der Anbieter mit grünem Mascherl unter den Online Banken. Denn Tomorrow hat sich der Nachhaltigkeit und dem Klimaschutz verschrieben. In der Produktpalette sind drei verschiedene Konten mit unterschiedlichen Gebühren. Free heißt die kostenlose Version, Together und Zero sind dann kostenpflichtig. Je nach Konto gibt es auch kostenlose Pockets dazu. Mit Free sind es zwei Pockets, mit Together fünf und mit Zero können unbegrenzt viele eröffnet werden. Jedem Pocket kann nicht nur eine neuer Name vergeben werden, sondern es kann auch ein Bild zur besseren Darstellung hinzugefügt werden. Mit der Benennung eines erklären Sparziels, wird zusätzlich der Eifer geweckt. Die Darstellung, wo man sich gerade befindet, spornt dazu noch zusätzlich an das Sparziel auch tatsächlich zu erreichen. Ausgaben werden automatisch kategorisiert und so richtig zugeordnet, Umänderungen sind jederzeit möglich.

Das Interesse am Tomorrow Konto ist geweckt? Hier gibt es noch zusätzliche Informationen zum Konto:

Vivid Money ist für uns Österreicherinnen und Österreicher noch ein Ruf aus der Zukunft, wobei die Vermutung nahe liegt, dass es nicht mehr all zu lange dauern wird, bis Vivid Money auch in Österreich startet. Es handelt sich beim jungen FinTech Unternehmen um einen Zahlungsdienstleister, der zwei verschiedene Konten anbietet. Das kostenlose Standard Konto und das kostenpflichtige Prime Konto. In Bezug auf die Unterkonten tut die Wahl des Kontos nichts zur Sache. 15 Pockets gibt es beim Standard und beim Prime Konto. Vivid Money stattet diese Pockets sogar mit einem separaten SEPA-fähigen IBAN aus, und auch in 100 verschiedenen Währungen können diese Pockets angelegt werden. Die Verknüpfung mit einem oder mehreren Pockets mit der Vivid Karte ist ganz einfach und wer möchte, kann die Pockets auch mit der Familie oder Freunden teilen. Da ist ganz schön was los bei den Pockets von Vivid Money!

Was der Zahlungsanbieter Vivid Money sonst noch so alles kann, lesen Sie hier: 

Fazit

Ein gutes Finanzmanagement ist das A und O, möchte man Herr bzw. Frau über das eigene Leben sein. Um eine gute Übersicht über die eigenen Ausgaben zu haben und dabei auch noch Geld anzusparen, gibt es die verschiedenen Konto Modelle bzw. die Unterkonten. Einige Online Banken haben das bereits erkannt und bieten kostenlose Unterkonten zum Hauptkonto an. Eine wirklich tolle Sache! Das Geld wandert so automatisch in den richtigen Topf, Deckel drauf, und nur wenn es zu einer dafür vorgesehen Ausgabe kommt, geht der Deckel auf. Natürlich ist alles ein wenig flexibler zu sehen, denn die Kontoinhaber sind immer noch Chef der eigenen Finanzen und können hin und her jonglieren, aber grundsätzlich sind die Pockets, Spaces oder Töpfe schon dafür vorgesehen nur für den jeweiligen Zweck aufgebraucht zu werden. Speziell die Trennung zwischen Fixkosten, Sparen/Investment und Ausgaben für Spaß erleichtert das Sparen ungemein!

Uns gefällt es und so bleibt zu hoffen, dass auch weitere Banken auf diesen Zug aufspringen und neben Sparkonten auch diese kostenlose Unterkonten anbieten!

Andreas von Gratis-Konto.at

Ich bins, Andreas! Der Gründer und der Kopf von Gratis-Konto.at – die Website wurde 2008 gestartet mit dem Ziel den hier in Österreich lebenden Menschen eine Übersicht zu bieten von kostenlosen und kostengünstigen Girokonten. Nach und nach wurde das Angebot erweitert um die Themen Zahlungsverkehr. Dazu gehören zum Beispiel das Thema Kreditkarte bzw. Zahlungskarten allgemein sowie mobile Zahlungssysteme wie Apple Pay oder Google Pay. 

Im Regelfall versuche ich natürlich die zahlreichen Konten, Karten & Co persönlich zu testen und berichte daher aus dem Maschinenraum der Konten & Karten.

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  • 0 € Kontogebühr
  • 10 € einmalig Plastik-Debitkarte
  • Amazon Prime Cashback Möglichkeit für 6 bzw. 12 Monate
  • Apple und Google Pay
  • Kein Mindesteingang
  • DE-IBAN
  • 0 € Kontogebühr
  • 0 € Visa Kreditkarte
  • Cashback bei jeder Kartenzahlung
  • Apple und Google Pay
  • Keine Bedingungen
  • 15 Unterkonten mit eigener IBAN
  • 0 € Kontogebühr
  • 0 € Visa Kreditkarte
  • Apple und Google Pay
  • Kein Mindesteingang
  • Kein Mindestsaldo
  • DE-IBAN
  • Noch mehr Vorteile ab Eingang von > 700 €